Es gibt verschiedenen Methoden, um Milch aufzuschäumen. Zu den klassischen Varianten gehören die Dampfdüse einer Espressomaschine, ein manueller Milchaufschäumer, ein elektrischer Milchaufschäumer oder sogar eine French Press.
Für professionelle Kaffeezubereitung kommt häufig eine Dampfdüse zum Einsatz. Dabei wird die Milch in einem Kännchen mit heissem Dampf und Luft versetzt.
Schritt 1: Kalte Milch verwenden
Für das manuelle Aufschäumen startet man am besten mit kalter Milch. Sie bietet genügend Zeit, um Luft einzuarbeiten und gleichzeitig die gewünschte Temperatur zu erreichen.
Welche Milch verwendet wird, beeinflusst das Ergebnis ebenfalls.
- Vollmilch sorgt in der Regel für einen besonders cremigen und stabilen Schaum.
- Fettarme Milch kann einen leichteren, voluminöseren Schaum erzeugen.
- Laktosefreie Milch eignet sich ebenfalls zum Aufschäumen, kann sich geschmacklich und in der Textur aber etwas anders verhalten.
- Bio-Vollmilch eignet sich ebenfalls hervorragend für cremige Kaffeegetränke.
- Pflanzliche Alternativen wie Hafer- oder Sojadrinks verhalten sich je nach Zusammensetzung unterschiedlich. Für professionelle Anwendungen empfehlen sich spezielle Barista-Editionen.
Es gibt also nicht die eine richtige Milch für jeden Kaffee. Die Wahl hängt vom gewünschten Geschmack und der gewünschten Textur ab.
Schritt 2: Luft einarbeiten
Nun wird die Dampfdüse knapp unter die Oberfläche der Milch geführt. Durch den Dampf gelangt kontrolliert Luft in die Milch.
Dieser Prozess wird häufig als „Stretching“ bezeichnet. Ziel ist es, möglichst kleine Luftbläschen zu erzeugen. Ein Profi-Barista hört dabei unter anderem am Geräusch, ob die Luftzufuhr richtig eingestellt ist.
Schritt 3: Milch in Bewegung bringen
Anschliessend wird die Milch durch den Dampfwirbel in Bewegung versetzt. Dieser sogenannte „Rolling“-Prozess verteilt die Luft gleichmässig in der Milch.
So können die feinen Bläschen miteinander verschmelzen und es entsteht eine homogene, cremige Struktur.
Schritt 4: Die richtige Temperatur erreichen
Jetzt kommt es darauf an, die Milch nicht zu stark zu erhitzen. Die gewünschte Temperatur liegt bei vielen klassischen Milchgetränken im Bereich von etwa 55 bis 65 Grad Celsius.
Ist die Milch zu kalt, entwickelt sich die gewünschte Textur nicht optimal. Wird sie zu heiss, können Geschmack und Konsistenz beeinträchtigt werden.
Das Ziel: cremiger Milchschaum, eine feine Textur und eine harmonische Verbindung mit dem Espresso.